Schützenbruderschaft
St. Hubertus Gröblingen-Velsen e.V..
             

 Stifter: Heinrich Kleine (*1630 +1700)

           Leinenhändler und seinerzeit Bürgermeister der Stadt Warendorf

 

Baustil: Barock mit neuromanischem Anbau von 1904

 

 

 

                        

   Autobiographie der Gröblinger Kapelle

 

 

Ihr Lieben,

 

gerade erst am 30.10.2004 wurde mein neuer Teil 100 Jahre alt.

 

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie Pfarrer Strumann mir in einer feierlichen Einweihung den Segen erteilt hat. Meine alte Kapelle, die zu diesem Zeitpunkt bereits über 200 Jahre alt ist, war zu klein und ist inzwischen zur Sakristei geworden. Die spannende Geschichte, wie es überhaupt zum Bau einer Kapelle in Gröblingen gekommen ist,

werde ich Euch etwas später erzählen.

Regelmässige Gottesdienste lagen den Gläubigen am Herzen. Zunächst fand jeden Mittwoch die heilige Messe statt. Ich erinnere mich noch genau daran, wie am 24.12.1922 der erste regelmässige Sonntagsgottesdienst früh morgens um  7.00 Uhr gefeiert wurde.

Ich rieche noch immer das Petroleum der Lampen und den Wachs der Kerzen, sehe die glücklichen Augen der warm eingepackten Frauen und Männer, die voll Erwartung glänzenden Augen der Kinder und höre den Priester im Wechsel mit den Messdienern lateinisch das Stufengebet beten.

 

In den schweren Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges erhielt ich 1944 ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk:

einen Tabernakel.

Fortan brannte das "Ewige Licht".

Seit dem 17.06.1956, dem Weihetag der Josefkirche, gehört die Bauernschaft Gröblingen,

und damit auch ich, zu dieser Gemeinde.

 

Jetzt möchte ich Euch jedoch noch die Geschichte meiner eigentlichen Entstehung erzählen.:

 

Vor über 300 Jahren war der Leinenhändler Heinrich Kleine auf dem Heimweg. Zuhause angekommen stellte er entsetzt fest, dass seine Geldkatze (Geldbeutel) mit samt den Gold- und Silberstücken, die er den Leinentuchmachern, die ihm ihr Leinen anvertraut hatten, auszahlen musste, verschwunden war.

 

In seiner Not machte er das Gelübde, an der Stelle, an der er das Geld finden  würde, eine Kapelle zu errichten. Und tatsächlich fand er das Geld an der Stelle, an der ich heute stehe.

 

Am 15.08.1688 erhielt ich als Marienkapelle dann meinen kirchlichen Segen. Mein Dank gilt den Familien Kleine und Zurstraßen (Familie der Frau des Leinenhändlers) und denen, die im Laufe der Zeit zu meiner Entwicklung beigetragen haben. Ohne all die Menschen würde ich hier heute wohl  nicht stehen.

Liebe Grüße,

 

Eure Gröblinger Kapelle

Gröblinger Kapelle
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